Informationen zur Vorbereitung der Online-Bedarfserhebung im Rahmen von openaccess.nrw

Die Erhebung von Bedarfen an Open-Access-Services der NRW-Hochschulen im Rahmen von openaccess.nrw wird vom Zentrum für Hochschulqualitätsentwicklung (ZHQE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) durchgeführt und besteht aus einer qualitativen Vorstudie mittels Fokusgruppeninterviews und einer quantitativen Online-Erhebung.

Basierend auf den Ergebnissen der Ist-Standerhebung zu vorhandenen Services an den Hochschulen in NRW werden im nächsten Schritt Fokusgruppeninterviews durchgeführt. Sie finden an den Standorten der Projektpartner mit relevanten Vertreter*innen der Hochschulen bzw. des Hochschulbibliothekszentrums (hbz) statt. Ziel ist es, anhand von Leitfragen Anhaltspunkte zu erhalten, aus denen im folgenden Schritt ein Online-Fragebogen entwickelt wird.

Folgende Leitfragen werden in den Fokusgruppen zur Diskussion gestellt:

  • Vorhandene Open-Access-Services an der jeweiligen Hochschule:
    • Welche OA-Services sind Ihnen bekannt: Informationen (passiv), Unterstützung (aktiv), Finanzierung, technische Infrastruktur (strukturell)?
    • Warum werden sie (von Ihnen / von anderen Hochschulmitgliedern) genutzt? Warum werden sie nicht genutzt?
    • Was (in Bezug auf die Services) ist hilfreich? Was könnte besser sein?
  • Wünschenswerte Open-Access-Services:
    • Welche Vorteile verbinden Sie mit Open Access?
    • Was würde Ihnen (zusätzlich zu vorhandenen Services) helfen, diese Vorteile zu erreichen? Wo sollten zusätzliche Services verortet sein (zentral oder dezentral)?
    • Sie kennen sicher auch die Nachteile / Vorbehalte, die mit OA verbunden werden — wie ließen sich diese ausräumen?

Der zu entwickelnde Online-Fragebogen richtet sich an alle Open-Access-Service-Zielgruppen der (staatlichen) NRW-Hochschulen; dazu gehören:

  • Wissenschaftler*innen (ggf. auch wissenschaftlicher Nachwuchs),
  • Open-Access-Beauftragte,
  • Betreiber von Repositorien und Publikationsfonds,
  • Vertretungen aus Bibliotheken,
  • Vertretungen aus Forschungsabteilungen/-dezernaten,
  • strategische Entscheider*innen
  • Herausgeber*innen von Open-Access-Zeitschriften

Die Online-Befragung wird vom ZHQE mit Hilfe der Online-Befragungssoftware EFS Survey der Firma Questback durchgeführt. Aufgrund bestehender Verträge mit Questback und geregelter Standards für die Durchführung von Befragungen des ZHQE kann die Sicherheit der erhobenen Daten gewährleistet werden. In der Software wird eine anonyme Befragung über eine SSL-verschlüsselte Seite eingerichtet. Im zu entwickelnden Fragebogen werden ggf. freiwillige Angaben zur Person wie Geschlecht, Statusgruppe, Fächerzuordnung oder die Art der Einrichtung an der Hochschule erfragt, um z. B. Unterschiede zwischen Fächerkulturen aufzunehmen.

Die Verantwortlichkeit für den Datenschutz der Befragung liegt beim ZHQE, d. h. dort wird ein entsprechendes Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten und der Datenschutzfolgeabschätzungen erstellt und hinterlegt. Für die Befragten wird eine ausführliche schriftliche Information zum Datenschutz formuliert und zu Beginn der Befragung ihr Einverständnis zur Datennutzung entsprechend des Erhebungszwecks eingeholt. Die Daten werden ausschließlich für den Zweck der Befragung verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. In der Auswertung werden die Daten so zusammengefasst, dass keine Rückschlüsse auf Einzelpersonen möglich sind. Bei Freitextantworten wird darauf hingewiesen, dass keine personenbezogenen Angaben gemacht werden sollen, anderenfalls werden die genannten Namen bei der Auswertung durch XX ersetzt.

Um die gewünschten Zielgruppen zu erreichen und damit umfassende Auskünfte über Bedarfe zu Open-Access-Servicen zu erhalten, benötigt das Projekt die Unterstützung der NRW-Hochschulen.

Die Einladung zur Befragung erfolgt daher idealerweise durch die NRW-Hochschulen bzw. Bibliotheken selbst; dabei sind zwei Wege – auch zugleich nutzbar – möglich:

  • Einladung per E-Mail

Der Rücklauf ist bei dieser Einladungsform am größten, weil die Befragten direkt auf den Link klicken können. Bei der Auswahl des Verteilers ist jedoch zu beachten, dass nur die Zielgruppen angeschrieben werden. Hierfür sollte im Vorfeld außerdem mit dem/der internen Datenschutzbeauftragten abgestimmt werden, dass eine Nutzung der Kontaktdaten für eine Rundmail datenschutzrechtlich für diesen Zweck zulässig ist. Dazu kann auf die Einhaltung der Rechtsgrundlagen des HG NRW, DSGV DSG NRW und dem Hinweis auf das DH.NRW-Projekt openaccess.nrw verwiesen werden.

  • Einladung über allgemeine Informationskanäle

Stattdessen – oder zugleich – können Einladungen über allgemeine Informationskanäle der Hochschule bzw. der Bibliothek wie Webseiten, Social Media, Newsletter, Flyer, Poster etc. kommuniziert werden. Bei Online-Medien sollte hierfür ebenfalls der Link verwendet werden, bei Papiermedien kann ein QR-Code zur Verfügung gestellt werden. Je mehr Kanäle genutzt werden, desto präsenter ist die Befragung und desto höher ist die Bereitschaft zur Teilnahme bei den Befragten.

Der Befragungsstart ist für Mitte/Ende Juni geplant, der Befragungszeitraum soll ca. vier Wochen dauern. Das ZHQE stellt den Hochschulen Vorlagen für verschiedene Einladungsformen mit Hinweisen zum Datenschutz zur Verfügung.

Diese Informationen sollen den Bibliotheken dazu dienen, ihre Beteiligung und die Einladung zur Befragung zu frühzeitig zu planen. Weitere Informationen folgen rechtzeitig!

Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an Katharina Schulz: katharina.schulz1@fh-bielefeld.de oder Martha Zawisla: martha.zawisla@uni-due.de.

Hier können Sie diese Informationen als PDF herunterladen: Download

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